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35. Station  am 13. Juni bei den Styler-Missionsschwestern im Neufahrwasserweg 9, 12685 Berlin

 

Heute wurden wir in einem „ganz normalen“ Wohnhaus erwartet. Es liegt schräg gegenüber dem Hintereingang zum Gemeindezentrums und zur Kirche „Von der Verklärung des Herrn

 

 

Durch Schwester Alicja und Schwester Brigitta wurden wir in den Raum gleich am Eingang gebeten: in die Kapelle , liebevoll gestaltet. Die Weltkugel lässt an die Schwestern des Ordens in bisher 46 Ländern der Erde denken.

 

Die brennenden Teelichter luden uns ein, stille zu werden. Wir sangen miteinander das bekannte Pfingstlied „Komm Heilger Geist mit Deiner Kraft, die uns verbindet und Leben schafft... und erfuhren, dass es in vielen Häusern des Ordens Uhren gibt, die jede Viertelstunde mit ihrem Klang zum Gebet einladen, das dann von den Schwestern still im Herzen oder gemeinsam bei der Arbeit gebetet wird. Und so beteten wir es gemeinsam im Wechsel, die eine Seite begann und die andere fuhr jeweils fort:

 

Gott, dur ewige Wahrheit,

          wir glauben an dich.

Gott, unsere Stärke und unser Heil,

          wir hoffen auf dich.

Gott, unendliche Güte,

          wir lieben dich aus ganzem Herzen.

Du hast dein Wort gesandt als Retter der Welt,

          lass uns alle eins sein in ihm.

Sende uns den Geist deines Sohnes,

          dass wir deinen Namen verherrlichen

Amen

 

Dieses Gebet stammt von ihrem Ordensgründer, dem Heiligen Arnold Janssen.

 

 

Im Flur erzählen diese farbenfrohen selbstgemalten Bilder von dem, was den Schwestern wichtig ist: das Gebet, die geschwisterliche Gemeinschaft und die Mission, sich selbst engagiert einzubringen in die Gemeinde und in die Gesellschaft.

 

 

 

Sie selbst nennen sich nicht Steyler Missionssschwestern., - das ist mehr ein Name von außen nach ihrem Gründungsort Steyl1in den Niederlanden, sondern „Dienerinnen des Heiligen Geistes“.

 



 

Als wir dann ins Wohnzimmer kommen, erwartet uns da ein gedeckter Tisch mit leckeren Broten und Kuchen – ein Abendbrot! Schnell kommen wir miteinander ins Gespräch und stellen uns gegenseitig vor und fragen nach dem Leben in dieser klösterlichen Gemeinschaft.

 

 

Seit ca 5 Jahren wohnen die Schwestern hier in diesem Haus in Marzahn, vorher schon in Biesdorf und an anderen Orten in Berlin. Auf der Webseite des Ordens ist zu erfahren, dass sie schön länger in Berlin tätig waren, so von 1945 bis 1976 in der Mütterklink „Maria-Heimsuchung“ in Berlin Pankow.

Die Schwestern leben von dem, was sie in ihren Berufen verdienen. Das ist genug, um auch andere zu unterstützen. Sie haben bei der Ewigen Profess Armut, Keuschheit und Gehorsam gelobt, wobei sie Gehorsam Gott gegenüber meinen. Alles, was es im Miteinander zu regeln gilt, geschieht gemeinsam und nach gründlichen Überlegungen.

 

 

Als wir das Haus über den Balkon wieder verlassen, sehen wir an der Hauswand dieses große schlichte Kreuz, das dieses „normale“ Haus als ein besonderes durch seine Bewohnerinnen und den Geist, der hier herrscht, sichtbar macht, als dem Geist Jesu Christi verpflichtet.