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51. Station am 31.10.2022: Besuch der Johannischen Kirche in Alt-Kaulsdorf Dorfstraße 2, 12623 Berlin anlässlich der Reformationsandacht um 19 Uhr

 

Es war um diese Zeit natürlich schon dunkel, so dass ein Foto vom Eingang des denkmalgeschützten Bauerngehöfts in der Dorfmitte von Alt-Kaulsdorf unweit der Dorfkirche nicht möglich war. Ein Schaukasten weist dort neben dem großen Hoftor darauf hin, zu welchen Veranstaltungen hier eingeladen wird, so an jedem Freitag und Sonntag, dazu alle 14 Tage sonnabends für Kinder.

 

 

Auf dem Hof fällt uns zuerst die Blumenpracht an dem hell erleuchteten Wohnhaus auf. Geht man weiter, sieht man den Eingang zur Kirche, wo sich bei unserem Kommen schon eine ganze Reihe von Menschen versammelt hatten.

 

 

An der Hauswand ist das Zeichen der Johannischen Kirche angebracht: Das schlichte Kreuz und darunter die Taube als Symbol des Heiligen Geistes, doch kann man auch einen segnenden Christus darin erkennen.

 

 

 

Der Zugang zur Kirche ist behindertengerecht mit eine Rampe versehen.

 

 

Im weiß gestrichenen Kirchsaal fällt zuerst die Altarwand ins Auge.

 

 

In der Mitte das Kreuz mit dem Kruzifix.

 

 

Links daneben steht die Büste des Kirchengründers Joseph Weißenberg (1855-1941).

Auch auf den Gesangbücher, herausgegeben im Jahr 2000, ist das Symbol der Kirche.

 

 

Innen im Gesangbuch ist die Gottesdienstordnung eingeklebt worden. Da steht: „Wir bitten, wenn möglich, 10 Minuten vor dem Gottesdienst die Plätze einzunehmen und sich in Andacht auf den Gottesdienst vorzubereiten.“ Das erlebten wir auch so. Mehr als 20 Kirchenmitglieder sind schon da und sitzen schweigend im Raum. Dann kommt der Chor herein, auch an die 20, zumeist Jugendliche. Zweimal wird das Vaterunser gebetet: zuerst für sich selbst und dann für die Familien, Freunde, Verstorbene und für den Frieden in der Welt. Wir sangen mit Begleitung der Orgel zwei uns bekannte Lieder, zuerst Martin Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott.“ Auch in der Predigt geht es um Luther und sein Werk.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst saßen wir noch mit dem Prediger Herrn Werner und dem Gemeindeleiter Herrn Glanck und seiner Frau zusammen und erfuhren mehr über den Gründer der Kirche Joseph Weißenberg, die Johannische Kirche und ihre Werke und Gemeinden und konnten unsere Fragen stellen. Wir erfuhren vom Johannischen Sozialwerk e.V., vom Johannischen Chor, von Friedensstadt bei Trebbin, vom St. Michaels-Heim in Berlin-Wannsee 5und dass die Kirche insgesamt ca. 3700 Mitglieder hat, die meisten davon in Deutschland, einige auch in der Schweiz und in Belorussland.

 

Dann konnten wir das Haus besichtigen. Hier das Büro mit den Bildern von Joseph Weißenberg und seiner Tochter Frieda Müller, die nach seinem Tode die Kirche leitete.

Im Flur hängt ein Foto des evangelischen Propstes und Kaulsdorfer Pfarrers Heinrich Grüber, den wir ja schon auf unserer 37.Station kennenlernten.

Im Untergeschoss des Hauses befindet sich noch ein zweiter Kirchraum, der genauso groß ist, wie der in dem wir uns versammelten, und genutzt wird, falls dort die Plätze nicht reichen. Dann wird der Gottesdienst auf einer Leinwand nach unten übertragen. So können maximal 170 Menschen am Gottesdienst teilnehmen.

Anschließend kann in diesem gemütlichen Raum zum Essen oder einer Tasse Kaffee eingeladen werden.

 

 

Selbst die Küche ist mit einer Blumengirlande geschmückt.

 

 

Daneben, mehr am Eingang ist dieser Basar mit selbst gestalteten Engeln, Kerzen und Karten.

 

 

Viel Auswahl an Glückwunschkarten gibt es hier.

 

 

 

Hier noch mal aus der Nähe die Schutzengel zum Anhängen: kleine, mittlere und große. Geistwesen werden sie auch genannt und nehmen eine wichtige Rolle im Selbstverständnis der Gläubigen der Johannischen Kirche ein.